Bildschirmarbeitsplatzbrille

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In den meisten Fällen eignen sich Brillen, die im täglichen Leben getragen werden, auch fär die Arbeit am Bildschirmarbeitsplatz. Die Kosten fär derartige (universell verwendbare) Sehhilfen werden nicht vom Arbeitgeber getragen oder bezuschusst.
In bestimmten Fällen ist die Alltagsbrille jedoch nicht für die Tätigkeit am Bildschirmarbeitsplatz geeignet. Dies gilt insbesondere - meist ca. ab dem 55.Lebensjahr - bei stärker fortgeschrittener Altersfehlsichtigkeit (Einschränkung der sog. Akkomodationsbreite)

wenn z. B.

  • im Alltag getragene Mehrstärkengläser (Bifokal- oder Gleitsichtgläser) es nicht erlauben, bei normaler (horizontaler und nicht überstreckter) Kopfhaltung den Bildschirm scharf zu sehen, d. h. man muss den Kopf leicht in den Nacken legen und durch den unteren Teil des Mehrstärkenglases blicken, um am Bildschirm arbeiten zu können und beansprucht dadurch die Halswirbelsäule und die Nackenmuskulatur ungünstig.
  • eine im Alltag getragene sog. Lesebrille (Altersnahbrille) kein scharfes Sehen auf Entfernungen zwischen Tastatur (ca. 40 cm) und Bildschirm (ca. 50 - 70 cm) erlaubt
  • die normale Lesebrille zwar ein scharfes Sehen auf die o. g. Entfernungen zulässt, aber häufig abgenommen werden muss, weil (z. B. bei Publikumsverkehr) auch auf Entfernungen im Raum scharf gesehen werden muss

In diesen Fällen ist eine spezielle Bildschirmarbeitsplatzbrille erforderlich, die der Arbeitgeber zur Verfügung stellen muss. Über die Lieferung der Bildschirmarbeitsplatzbrillen für seine Beschäftigten hat der Freistaat Bayern einen Rahmenvertrag mit dem Landesinnungsverband des bayerischen Augenoptiker-Handwerks abgeschlossen, der eine Vertragspreisliste beinhaltet. Eine Liste jener Optiker, die dem Rahmenvertrag beigetreten sind, finden sie unter diesen Links für Mittelfranken und Oberfranken hier. Sie sind allerdings nicht ausschließlich an diese Optiker gebunden. Sie haben auch die Möglichkeit, die Bildschirmarbeitsplatzbrille bei einem anderen Optiker in Auftrag zu geben. Dann sollten sie aber selbst darauf achten, dass die in der Vertragspreisliste genannten Sätze nicht überschritten werden, da sie ansonsten die Differenz selbst tragen müssten. Bitte beachten sie insbesondere, dass für die Brillenfassung (Brillengestell) nur 18,45 € übernommen werden. Für diesen Betrag sind durchaus geeignete, stabile Fassungen erhältlich. Wenn diese Ihren modischen Ansprüchen nicht genügen, können sie teurere Fassungen gegen Zuzahlung bekommen. Evtl. haben sie aber auch noch eine nicht mehr benötigte Fassung einer älteren Brille zuhause, die sich für eine Umrüstung zur Bildschirmarbeitsplatzbrille eignet.

Um auf Kosten des Arbeitgebers eine Bildschirmarbeitsplatzbrille zu erhalten, muss das in diesem Rundschreiben beschriebene Verfahren eingehalten werden. Daher ist es leider unumgänglich, ein umfangreiches Antragsformular auszufüllen, das sie sich hier herunterladen können.
Wenn sie das erstmals eine Bildschirmarbeitsplatzbrille zu Lasten ihres Arbeitgebers beantragen, ist eine augenärztliche Verordnung der Sehhilfe und eine augenärztliche Stellungnahme auf dem Antragsformular erforderlich. Entsprechend den Anspruchsvoraussetzungen kann der Antrag nur bewilligt werden, wenn die Fragen vom Augenarzt durch ankreuzen so beantwortet werden, wie es in den Erläuterungen auf Seite 2 des Antrags vorgegeben ist. Bitte achten sie daher darauf, dass hier korrekte Angaben erfolgen. Wenn sie vorab schon vom Optiker die Korrektionswerte der Bildschirmarbeitsplatzbrille bestimmen lassen, verzichten einige Augenärzte auf eine eigene Feststellung und sie ersparen sich unter Umständen Warte- und Untersuchungszeiten. Bitte klären sie dies bei der Terminvereinbarung mit ihrem Augenarzt.
Sobald ihnen die Verordnung der Bildschirmarbeitsplatzbrille durch den Augenarzt und seine Stellungnahme auf dem Antragsformular vorliegt, setzen sie sich bitte telefonisch mit dem Betriebsärztlichen Dienst in Verbindung (Tel.: 85-23666). Dabei können dann ggf. offene Fragen geklärt werden. Die Vereinbarung eines persönlichen Untersuchungs- oder Beratungstermins ist i. d. R. nicht erforderlich.

Anschließend senden sie bitte das Antragsformular und eine Kopie der augenärztlichen Brillenverordnung an den

Betriebsärztlichen Dienst der FAU
Harfenstr. 18
91054 Erlangen

Wenn sie bereits eine Bildschirmarbeitsplatzbrille auf diesem Weg erhalten haben und wegen eines Defektes bzw. veränderter Sehstärke eine neue Brille bzw. neue Gläser benötigen, ist eine erneute augenärztliche Verordnung und Stellungnahme nicht erforderlich. In diesem Fall vermerken sie bitte auf dem Antrag „Folgebrille“ und senden den Antrag ebenfalls an die o. g. Adresse.
Normalerweise erhalten sie dann den unterschriebenen Antrag innerhalb einer Woche zurück. 

Eine schematische Darstellung des Antragsverfahrens können sie dem folgenden Diagramm entnehmen

Diagramm BAP-Brille